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Platz 1

8
Der praktische Büchsenschütze
Kummer, Heinrich

Paperback
104 Seiten
ISBN 978-3-8482-6429-2
CHF 21,90
inkl. MwSt. zzgl. Versand
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Der praktische Büchsenschütze

Das von Heinrich Kummer verfasste Werk „Der praktische Büchsenschütze“ bildet die erste Abteilung des 1862 erschienenen „Deutschen Schützenbuchs für Schiessvereine, insbesondere für den Deutschen Schützenbund“. Während die zweite Abteilung („Deutsche Schützenlieder“ von Heinrich Kretzschmar) heute wohl ausschliesslich für Historiker interessant und hier nicht enthalten ist, ist „Der praktische Büchsenschütze“, eine von einem Praktiker geschriebene „Anleitung für diejenigen Schützen, die sich in der Kunst des Büchsenschiessens vervollkommnen möchten“. Neben Grundlagen der Ballistik werden in unterschiedlichen Kapiteln die damals üblichen Waffen (Vorderlader mit Perkussionszündung) und ihre Geschosse, das Laden, das Zielen und Schiessen, das Reinigen der Waffe nach dem Schiessen, das Giessen der Geschosse und auch die (damalige) Einrichtung der Schiessstände beschrieben. Zusätzlich dazu werden der damals übliche Ablauf von Schiessveranstaltungen, die Scheiben und ihre Auswertung sowie der Wertung der Schüsse erklärt. Selbst zur zweckmässigen Bekleidung für den Schützen findet sich ein auch heute noch durchaus beachtenswerter Hinweis.
Das Werk ist deshalb nicht nur für den von Interesse, der sich mit der Schiesspraxis in den Anfangsjahren des 1861 gegründeten Deutschen Schützenbundes beschäftigt, sondern fast mehr noch für Schützen, die heute wieder, wie 1862, mit Vorderladern nach der Scheibe schiessen. Viele der Waffen, die der moderne Vorderlader-Schütze benutzt, sind Nachbauten der um 1862 verwendeten Waffen und gerade der Vorderlader-Schütze, der bereits erste Erfahrungen im Umgang mit dem Vorderlader gesammelt hat, wird hier eine Vielzahl von immer noch aktuellen Hinweisen, Tipps oder Tricks finden, auch wenn sich die Entfernungen, auf die damals ausschliesslich stehend freihändig geschossen wurde, von denen unterscheiden, die jetzt üblich sind.
Die Zeit um 1860 war gerade für den Waffenbau ausgesprochen dynamisch. Die Entwicklung neuer Laufprofile und Geschossformen ermöglichte den Bau von Vorderladern, mit denen eine bis dahin nicht gekannte Schusspräzision erreichbar war. Das führte bald dazu, dass die eher altertümlichen Büchsen mit Kalibern von zwölf und mehr Millimetern und mit ihnen die gepflasterte Rundkugel nach und nach von den Ständen verschwanden und durch Langgeschosse und Büchsen mit kleinerem Kaliber ersetzt wurden, zu denen auch solche mit polygonalen Laufprofilen gehörten, von denen in diesem Buch die Rede sein wird.

Wolfgang Finze (Hrsg.)

Wolfgang Finze:
Jahrgang 1949, Studium der Physik. Aktiver Vorderlader- und Zündnadelgewehr-Schütze, Verfasser zahlreicher Beiträge in der Zeitschrift "VISIER" und im VISIER-Special zu Waffentechnik, Waffengeschichte und zur Geschichte des Deutschen Schützenbundes. Vom Verband für Waffentechnik und Geschichte (VdW) bestellter Sachverständiger für Deutsche Ordonnanzwaffen und deutsche Sportwaffen bis 1945.

Autor dreier Bücher über preussische Zündnadelgewehre:
"Preussische Zündnadelgewehre: Leitfaden für angehende Sammler und Schützen" (200 Seiten, ISBN-13: 978-3739201085)
"Preussische Zündnadelgewehre in Deutschland 1861 - 1871 und die Aptierung nach Beck: Leitfaden für Sammler (224 Seiten, ISBN-13: 978-3744894135)
"Schiessen mit preussischen Zündnadelgewehren: Tipps zur Handhabung, Pflege und zur Munition" (56 Seiten, ISBN-13: 978-3752812305)

Autor eines Buches über französische Zündnadelgewehre:
"Chassepot-Zündnadelgewehre: Hinweise und Tipps für Sammler und Schützen" (124 Seiten, ISBN 978-3752829136)

Herausgeber der "Edition historischer Texte zur Schiesspraxis in deutschen Schützenvereinen der Zeit vor 1900". Bisher sind in dieser Edition erschienen:
- Kommentierte Neuauflagen des von Heinrich Kummer verfassten und 1862 erschienenen Buches "Der praktische Büchsenschütze" (ISBN-13: 978-3848264292)
- Neuauflage des von C.C. Beyer verfassten und 1844 erschienenen Buches
"Meine Erfahrungen bei dem Scheibenschiessen: Eine praktische Anleitung für angehende Scheibenschützen". (ISBN-13: 978-3738622577)
- Erfahrungen und Betrachtungen - Ausgewählte Artikel zu Waffentechnik, Munition und Schiesspraxis aus der Deutschen Schützen- und Wehrzeitung der Jahre 1872 bis 1881 (ISBN-13: 978-3752876710)


Gemeinsam mit Joachim Görtz Autor des Buches
"Fremde Gewehre in Deutschen Diensten" (108 Seien, ISBN-13: 978-3831146093)

Heinrich Kummer

Heinrich Kummer, geboren am 8. Mai 1809 in Dresden als Sohn eines Kgl. sächsischen Kammermusikers, folgte dem Beruf des Vaters und wurde Musiker. Von 1837 bis 1847 war er erster Fagottist im Kaiserlichen Theaterorchester in St. Petersburg. 1847 verliess er Russland und liess sich in Schaffhausen in der Schweiz nieder, ehe er 1851 wieder nach Dresden zog. Bereits in St. Petersburg hatte er sich mit mechanischen Problemen beschäftigt und konzentrierte sein Interesse in den folgenden Jahren auf die Feinmechanik und die Schiesskunst. Er setzte sich für die Einführung des Freihandschiessens in Sachsen ein und half bei der Einrichtung zweier Schiessstände (Fischhaus bei Dresden und auf dem Steiger bei Pottschappel).
Weithin bekannt wurde er durch sein Buch „Der praktische Büchsenschütze“, durch von ihm konstruierte Gewehre und durch viele Beiträge in der „Deutschen Schützen- und Wehrzeitung“, in denen er sich mit waffen- und schiesstechnischen Fragen auseinandersetzte. Heinrich Kummer starb am 20. März 1880 in Dresden.

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