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Platz 1

8
die Hungrigen trinken zuwenig
Hobschar, Elseff

Paperback
112 Seiten
ISBN 978-3-8334-8546-6
CHF 21,90
inkl. MwSt. zzgl. Versand
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die Hungrigen trinken zuwenig

dieses Werk hat ausschliesslich die Geschlechterliebe zum Thema und handelt nur von einem einzigen, dafür aber sehr ungleichen Paar, denn im Gegensatz zum alternden Mann bleibt die Frau fast ein Kind und ist bloss Teil seiner paradiesischen Fantasien, die sich in loser Folge zu einer Art erotischem Märchen verdichten und beschwören, was man alles mit einem Mädchen erleben könnte, wie es einem auf der Welt niemals begegnet.

... vernichtend ist ihre unersättliche Zuneigung und auf schiere Verzweiflung gegründet. beide sind einander dermassen zugetan, dass es abenteuerlich und regelrecht zur Qual wird. die Hingabe dabei ist Wahnsinn und tritt somit in einen eklatanten Gegensatz zu sonstigen Beziehungen zwischen Mann und Frau, die vergleichsweise langweilig und oberflächlich erscheinen. ihre gemeinsamen Momente sind beinahe der Tod, und nichts anderes ist die Liebe überhaupt, wofür das Leben gerne aufgegeben wird. desgleichen die ungezügelte Lust auf das andere Geschlecht verkehrt sich teilweise in das Gegenteil: den abgenötigten Verzicht und eine erzwungene Enthaltsamkeit. manisch, lasziv, spleenig und dekadent, so geht es zu. jedoch sind all dies nur fantastische und deviante Eigenschaften des amourösen Zusammenlebens auf einer Welt, die sich ohneeinander kaum ertragen liesse. hier mögen sich zwei bis zum Äussersten, und fieberhaft und derangiert lieben sie gegen alles an. neben abgelegenen Landschaften und einem heimeligen Zuhause werden zu ihren endzeitlich anmutenden Aufenthaltsorten auch leerstehende Treppenhäuser, gottverlassene Schrottplätze und stillgelegte Fabrikhallen sowie allerlei Hinterhöfe, Baustellen und Kellerräume, indem sie diese zweckentfremden und dort als Randständige ihre überströmende und zunehmend zum Wahn werdende Wonne traumverloren und weltvergessen ausleben, um auf waghalsige und folgenschwere Weise einer sinistren und ins Obsessive und Ekstatische gesteigerten Passion nachzugehen. derart wird der unendliche Naturgeist zum Sinnbild ihres überirdischen und tollkühnen Einswerdens, das entsprechend grenzenlos und urgewaltig ist, und gegenseitige Vergewaltigung ist dann das letzte Zeugnis einer immer zerstörerischer werdenden Leidenschaft, die schliesslich zum Selbstzweck wird und nichts übriglässt, auch von ihnen persönlich kein bisschen ...

Elseff Hobschar

Elseff Hobschar betrachtet sich selbst als Autodidakt. geboren wurde er 1968 in Ostwestfalen und verlebte dort seine Kindheit, bis ihn der Umzug seiner Eltern in den Frankfurter Raum verschlug. hier begann er schon als Jugendlicher damit, ein zurückgezogenes Künstlerleben aufzuziehen. dazu gehört auch eine intensive Beschäftigung mit der klassischen Musik des zwanzigsten Jahrhunderts, die sich massgeblich auf seine Schreibkunst ausgewirkt hat. die meisten seiner avantgardistischen Texte sind sozusagen Kompositionen und kommen erst durch eigenen Vortrag voll zur Wirkung. Wert legt er dabei auf eine konzise und stringente, vor allem aber einfache und natürliche Sprache sowie unmissverständliche und eindeutige Botschaften. viel bedeuten ihm auch regelmässige Aufenthalte in Skandinavien und ein hohes Mass an intellektuellen und ideologischen Freiheiten, wodurch er zu innerer Ruhe findet und sich in der Lage sieht, nach Belieben mystische Literatur zu verfassen, die ohne grösseres Publikum auskommt.
nach über zwei Jahrzehnten tiefster Versenkung sollen jetzt alle in dieser meditativen Zeit entstandenen Werke erscheinen, zunächst die eher plastischen, gefolgt von den etwas abstrakteren und weitgehend essayistischen, wobei einige zum Teil noch in Arbeit sind. allerdings ist der selbsternannte Sonderling bemüht, sein komplexes und superbes OEuvre schmal zu halten, und möchte hier keine Versprechungen abgeben, weil es seiner Ansicht nach nicht viel zu sagen gibt und er nah daran ist, eine längere Auszeit zu nehmen oder die künstlerische Betätigung gänzlich aufzugeben. derart erklären sich auch seine Absage an den etablierten Literaturbetrieb sowie die Ablehnung akademischer Philosophie und der meisten Religionen. allenfalls die Musik scheint für ihn bis auf weiteres noch eine gewisse Transzendenz bereitzuhalten, wenngleich sich auch in diesem Bereich ausgesprochen wenig findet, was das Anhören wert ist.


http://www.elseffhobschar.de

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