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Platz 1

8
Die jüngsten Soldaten
Nach Ausbildung zum Jungschützen von der Unteroffizersschule an die Ostfront
Unverricht, Erich

Paperback
352 Seiten
ISBN 978-3-7392-1571-6
CHF 21,90
inkl. MwSt. zzgl. Versand
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Die jüngsten Soldaten

In seinem Buch beschreibt Erich Unverricht unter dem Pseudonym Rolf Unger seine Erlebnisse bei der Ausbildung als Jungschütze an den Unteroffiziervorschulen BERENT und KOSTEN, seine Ausbildung zum Unteroffizier an den Unteroffizierschulen POTSDAM und EISENACH und den anschliessenden Einsatz an der Ostfront.
In der in „Ich“ Form geschriebenen Geschichte wird der Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite durch die persönlichen, sehr hautnah geschilderten Erlebnisse aufrechterhalten.
Der Verfasser erzählt von seiner Begeisterung Soldat zu werden, getrieben von der Angst zu spät an die Front zu kommen. Der harte Drill beim Militär während seiner Ausbildung, meist untauglichen Versuchen ein bisschen Individualität zu wahren, erste Liebeserlebnisse und das Grauen an der Front werden eindringlich beschrieben.
Deutlich wird das Dilemma vieler Soldaten im Dritten Reich, einerseits zu wissen, dass der Krieg wahrscheinlich nicht mehr zu gewinnen ist andererseits aber weiterzukämpfen, weil sie ihre Kameraden nicht allein lassen wollen und es ja nicht alles umsonst gewesen sein kann! Folglich kämpft man weiter, in der Hoffnung auf die versprochen Wunderwaffen, den „Genius des Führers“, aus Angst vor russischer Gefangenschaft und zum Schluss im Glauben auf einen Separatfrieden mit den West - Alliierten.
Dabei sind es nicht nur die eindringlichen Kriegserlebnisse aus Sicht eines Gefreiten und späteren Unteroffiziers, sondern auch die, im Buch beschriebene, gezielte Formung der Jugend an den Unteroffizierschulen, die Aufschluss geben über das perfide System des dritten Reiches.

Erich Unverricht

Nach den Wirren des Krieges hatte es den gebürtigen Schlesier Erich Unverricht nach Soest verschlagen. Nach kaufmännischer Lehre und verschiedenen Arbeitsstellen, fing er ab Oktober 1956 als Redakteur bei der WESTFALENPOST an, die zehn Jahre zuvor in Soest gegründet worden war.
Erich Unverricht war ein Mann, dem man öffentlich und im kleinen Kreise attestierte, ein seriöser Journalist zu sein. Sorgfältige Recherche stand bei ihm vor oberflächlicher Aktualität, kritische Kommentierung vor Kumpanei.
Erich Unverricht war ein kritischer und für manchen ein unbequemer Beobachter der Szene, doch er war nie verletzend; weder bei dem, was er schrieb, noch im Umgang mit den Kollegen und freien Mitarbeitern. Er war ein Mensch, mit dem man gern auch nach Feierabend und später in seinem Ruhestand gemeinsam Zeit verbrachte. Er starb 2006 im Alter von 81 Jahren.

Rolf Unverricht (Hrsg.)

Nach dem Tode meines Vaters Erich Unverricht, habe ich dieses Manuskript über seine verlorene Jugend im zweiten Weltkrieg gefunden und lediglich in Buchform gebracht.
Leider gibt es nicht mehr viele Zeitzeugen aus dem zweiten Weltkrieg, deshalb habe ich seine Aufzeichnungen als Buch herausgegeben, um ihm und dieser verlorenen Jugend im zweiten Weltkrieg ein weiteres Denkmal zu setzen.
Ich denke, dass nicht nur die eindringlichen Kriegserlebnisse aus Sicht eines Gefreiten und späteren Unteroffiziers, sondern auch die, im Buch beschriebene, gezielte Formung der Jugend an den Unteroffizierschulen als Jungschützen, Aufschluss gibt über das perfide System des dritten Reiches.
Dieses Buch soll auch als Mahnung an heutige und kommende Generationen dienen, welche Auswüchse totalitäre Systeme an Menschen und Gesellschaften verursachen können.
Rolf Unverricht

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