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Platz 1

8
Eine Jugend unter Hitler
Zwischen Christus-Kreuz und Hakenkreuz
Krumwiede, Hans-Walter

Hardcover
204 Seiten
ISBN 978-3-8334-6978-7
CHF 35,50
inkl. MwSt. zzgl. Versand
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Eine Jugend unter Hitler

Im Zeitalter der "Weltkriege und Revolutionen" konnte Krumwiede durch Erinnerungen einen Beitrag leisten. Die christliche Erziehung im Elternhaus führte ihn zur Auseinandersetzung mit dem totalitären, rassistischen Staat und dem Ringen um die Gewissheit des rechten Glaubens. Seine erste (phil.) Dissertation unter der Leitung von R. Wittram "Glaube und Geschichte in der Theologie Luthers. Zur Entstehung des geschichtlichen Denkens in Deutschland" (1952) hat zunächst seinen Weg bestimmt, so dass er von der philosophischen zur theologischen Fakultät wechselte. Später schrieb er aus Anlass des Luther-Gedenkjahres (1983) zum allgemeinen Verständnis "Glaubenszuversicht und Weltgestaltung bei Martin Luther" mit einem Ausblick auf Dietrich Bonhoeffer. Seine Berufung auf die territorialgeschichtliche (niedersächsische) Professur fand ihre Erfüllung in zwei Bänden der "Kirchengeschichte Niedersachsens" (1996). Die letzte Phase in Lehre und Forschung galt besonders der Neuzeit, einschliesslich der Zeitgeschichte: "Geschichte des Christentums III" (2.Aufl. 1987). Die methodische Grundlage für diesen Teil war, dass die Deutschen, besonders an den Universitäten, nicht einseitig durch Anklagen, sondern nach ihrem wirklichen Handeln zu beurteilen seien. Eine Grundlage für den Historiker ist dabei die von Krumwiede begründete "Kirchen- und Theologiegeschichte in Quellen" (hier Bd. V 1999).

Hans-Walter Krumwiede

Hans-Walter Krumwiede (geb. 1921), in einem frommen christlichen Elternhaus (Landeskirchliche Gemeinschaft) in Hannover aufgewachsen. Vom christlichen Pfadfinder verlief sein vom Staat geleiteter Weg nach 1933 zum Jungvolkführer in der Hitler-Jugend. Neben der Schule spielte der Sport für ihn eine grosse Rolle. 1940 erhielt er die Einberufung zur Wehrmacht. Eine schwere Verwundung beendete seine militärische Laufbahn. Nach über einem Jahr in Lazaretten wurde er zum Studium an die Universität München kommandiert. "Weisse Rose" und Adolf Hitler-Schule prägten hier wichtige Erfahrungen. Nach der Promotion in der philosophischen und theologischen Fakultät zum Dr. phil. und Dr. theol. konnte er sein Lebenswerk in Forschung und Lehre der niedersächsischen und neuzeitlichen Kirchengeschichte an der Universität Göttingen fortsetzen.

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