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Platz 1

8
Fast glücklich in Klein Moskau
Schwarz, Marco

Paperback
236 Seiten
ISBN 978-3-8391-2851-0
CHF 22,90
inkl. MwSt. zzgl. Versand
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Fast glücklich in Klein Moskau

Über dieses Buch:
‚Fast glücklich in Klein Moskau’ ist der Roman einer Kindheit und Jugend in einer süddeutschen Kleinstadt von 1955 bis 1975. Marians Geschichte, in den anderen Romanen zu späteren Zeiten erzählt, wird hier von Anfang an ausgebreitet, mit allen Freuden und Schmerzen, die das Leben ihm zu bieten hatte.
„Ich denke, die einzige glückliche Zeit meines Lebens war, bis ich aus der Schule kam. Damals, als die Welt noch schwarzweiss war. Also fiel mir ein, dann schreib doch darüber.
Ich weiss gar nicht, ob der Ausdruck ‚Klein Moskau’ in unserer kleinen Stadt überhaupt bekannt ist oder jemals war, ich selbst habe ihn öfter gehört und dann selbst benutzt. Es war das Viertel, in dem viele der Flüchtlinge in der Nachkriegszeit erst einmal untergebracht wurden. Dort lebten auch wir.
Vieles von früher liegt im Dunkeln, anderes kann man zu Tage fördern, und irgendwie erlebt man in seiner kindlichen Beschränktheit die Dinge anders, etwas voller, etwas fetter. Die Alten sollen bloss nicht so tun, als wüssten sie mehr. Richtige Antworten fanden sich nie. Es ist alles immer nur eine Annäherung, eine Deutung, nicht die Wirklichkeit selbst, was man erkennt.
Das Schöne früher war, dass man sich nicht das Hirn verrenkt hat mit Fragen, auf die es sowieso keine Antworten gibt. Man hat einfach gelebt, gelacht und geschimpft und sich auf die Zukunft gefreut, das Wichtigste aber geschah genau in diesen Augenblicken selbst.
Leider hielt sich Marian nicht an dieses Prinzip, fing früh an zu denken und zu grübeln, und dann musste er seine Suppe auslöffeln.“

Marco Schwarz

Marco Schwarz aus Bad Säckingen am Hochrhein hat 25 Jahre nach seinem Erstling "Tage gehen vorbei" einen neuen Roman vorgelegt. Das Buch trägt den Titel "Nihilio im Westen" und den etwas mysteriösen Untertitel "Eine Reise durch Abgründe von Jahren und Gedanken. Ins Licht?".

Schwarz erzählt eine kleine, fast harmlose Geschichte, die er aber nicht als idyllischen Griff in eine tote Vergangenheit verstanden wissen möchte. Die Gegenwart ist immer präsent. Der Leser erhält nebenbei das, was der Autor als seinen aktuellen Stand zu religiösen, politischen und philosophischen Fragen betrachtet.

"Kunst verstehe ich endlich und nach langen Jahren des Irrtums als Auseinandersetzung mit der Gegenwart, so, als würde ich die Realität anschauen und aufsaugen, sie bedenken, umformen und verarbeiten, und statt bitteren, lautlosen Schreien kommt am Ende unten etwas Neues heraus, das man - je nach Medium - betrachten, hören, anfassen oder lesen kann. Und vielleicht schafft es der Künstler, jemand anderem eine Anregung oder Einsicht zu vermitteln, vielleicht auch einmal einen Moment der Freude und des Lachens. Und mehr sollte man gar nicht erwarten."



Marco Schwarz, Jahrgang 1955, ist in der Gegenwart angekommen. Er hat nie einen Beruf gelernt, war viele Jahre in der Jugendarbeit tätig, bis er es nicht mehr aushielt, betätigt sich künstlerisch, um leben zu können, kann aber nicht davon leben. Seit 2000 ist er wirtschaftlich ein aktuelles Hybrid aus selbstständig und arbeitslos.


"Mischen Sie Hermann Hesse mit Charles Bukowski, geben sie einige Prisen alltäglichen Irrsinn hinzu, einen Hauch von Gefühl und Liebe. Und wenn es nicht schmeckt, schütten Sie wie Ketchup eine Menge Sehnsucht hinein. Sehnsucht nach etwas, das durch die geschlossenen Finger rinnt und sich nicht fassen und halten lässt. Sehnsucht nach Freiheit und Erfüllung, nach etwas, das die Welt uns verspricht, wenn wir ganz jung sind, das sie aber selten einzulösen vermag."


http://www.nihilio-im-westen.de

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