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Platz 1

8
Finita la musica
Geschichten mit beschränkter Haftung
Sikora, Friedhelm

Paperback
240 Seiten
ISBN 978-3-8334-6095-1
CHF 21,90
inkl. MwSt. zzgl. Versand
  • Beschreibung
  • Autor/in
  • Pressestimmen (4)

Finita la musica

Die Musik spielt nicht mehr. Die Wiese ist abgeweidet. Die Heuschrecken ziehen weiter. Der soziale Frieden hängt über uns wie ein Lobbyistengesäss. Die hängengebliebenen Partyfähnchen der neuen Teilzeitpatrioten schlappen lustlos im abflauenden Wind: hartz-rot-geil. Morgen wird heute gestern gewesen sein.
Die Figuren dieser Erzählungen sind Strandgut; schräge Sturmvögel, vom Wehen des Zeitgeistes an wunderliche Ufer gespült. Wirklichkeit gibt es nur noch per Dauerinfusion. Die Labyrinthe der Wahrnehmung betritt man auf eigene Gefahr. Nichts ist mehr geheuer. Die Bäume nehmen Reissaus, Mozart wird mit Strauchtomaten beschmissen, und im Luxushotel sitzt ein unsichtbarer Proletarier.
Die Welt, die uns geliefert wurde, ist ein Mängelexemplar. Schadet nichts, denn bald gibt es ja die längst versprochene neue.

Friedhelm Sikora

Friedhelm Sikora, geboren teils in Köln, teils zur sprachlosen Bestürzung seiner ahnungslosen Eltern. Ist seit 50 Jahren damit beschäftigt, sein Leben zu erfinden. Versuchte es u.a. als aufsässiger Schüler, Klavierspieler, Magister artium, Pädagoge, Rezensent, literarisches Trüffelschwein, Dramaturg, Übersetzer, Rundfunkautor und freier Journalist. Liess sich unterwegs weder durch Drohungen, noch durch wohlmeinende Ratschläge vom Schreiben abhalten. Veröffentlichte Lyrik, Prosa, Hörspiele und Essays, weshalb er schon früh mit einem Humoristen verwechselt wurde. Schreibt daher heute vorwiegend gegen Vorlage einer amtsärztlichen Humorlosigkeitsbescheinigung. Betritt ungern öffentliche Gaststätten, da er nicht für einen Caféhaus-Literaten gehalten werden möchte.


http://www.friedhelmsikora.de

    • Fränkische Landeszeitung

      Postmoderner Irrsinn

      Sikora charakterisiert sich selbst als literarisches Trüffelschwein. Das ist er unbedingt angesichts der Buntheit des Materials (...). Sikora ist tatsächlich ein Humorist. Im besten Sinne.
      01.02.2007

    • Nordbayerische Zeitung

      Absurd, wie nur der Alltag sein kann

      Dieser Autor ist mit Vorsicht zu geniessen, weil aus jeder Zeile die Satire grinst. Trocken ist sein Humor, aber nie gallig. Sein Gift versprüht er fein dosiert, so fein, dass der Leser zwar merkt, was gemeint ist, aber nie das Gefühl hat, dass da einer mit dem Hammer zuschlägt. Friedhelm Sikora ist ein gebildeter Feingeist. (...) Das Eintauchen in den Kosmos Sikoras wird zum wahrhaften Lesevergnügen.
      01.02.2007

    • Plärrer

      Kieselalgen müssen sich nicht rasieren!

      Und Sikora findet in seiner virtuellen Zeitdenkmaschine heraus, dass sich zum Beispiel Kieselalgen im Gegensatz zum Mann selbst nach 2,2 Milliarden Jahren nicht rasieren müssen. (...) Ein sehr lesenswertes Geschichtenbuch und gar nicht unmusikalisch.
      01.01.2007

    • Nordbayerische Nachrichten

      Die Essenz des Zeitgeist

      In vielen dieser aberwitzigen und ironiefunkelnden erzählerischen Virtuosenstückchen ist tatsächlich Musik, (...).
      01.11.2006

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