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Platz 1

8
Gottgesegnet
Lebendige Veränderung eines Geistes
Gerhold, Wolfgang

Paperback
212 Seiten
ISBN 978-3-7357-6302-0
CHF 36,90
inkl. MwSt. zzgl. Versand
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Gottgesegnet

Der Autor Wolfgang Gerhold lässt uns in dieser Autobiografie, die als Fortsetzung seines Erstlingswerkes „Schweissgebadet“ zu verstehen ist, an seinem bis dahin bereits ziemlich inhaltsreichen Leben teilhaben: nachdem ihm im Dezember 1989, durch ausserordentlich harten Kampf, vornehmlich aber durch umsichtiges, ja weises Handeln gegenüber der mächtigen STASI die Ausreise aus der DDR gelungen ist, beschreibt er nun die in der neuen Heimat, der Bundesrepublik Deutschland, auf ihn in dieser Form und Heftigkeit nicht zu erwarten gewesenen Herausforderungen und Widrigkeiten seines Neubeginns.
Alles Wissen und alle bisher gemachten Erfahrungen sind nichts wert, da sich die etablierten Strukturen und Gegebenheiten der zwei bestehenden Systeme, dem Sozialismus in der DDR und dem Kapitalismus in der BRD antagonistisch gegenüberstehen. Sich zurechtzufinden und sich an die nunmehr angetroffenen unumstösslichen Fakten der Gesetzgebung zu gewöhnen ist nicht leicht für ihn, zumal dem Autor ein Geist der Analyse, der Bewertung und der Gerechtigkeit, ja der Rebellion innewohnt.
Detailgenau beschreibt Wolfgang Gerhold seine neuen Eindrücke und die lebensverändernden Erkenntnisse der neuen Lebensumstände.
Die einfühlsamen Schilderungen als Neuankömmling, als neuer Mitarbeiter und später als junger Christ fesseln den Leser und ziehen ihn in den Bann der Erzählung. Spannungssteigernd erfährt der Leser, wie der Weg ins neue Leben trotz all der Widerwärtigkeiten der neuen, von den Idealvorstellungen des Autors so sehr abweichenden Tatsächlichkeiten, gelungen ist.
Die authentischen Schilderungen der Gegebenheiten und das sich Auseinandersetzen mit all den neuen, den Autor umgebenden schönen, aber auch so traurigen Dinge, versetzt den Leser in die Position eines Neutralbetrachters, der die Dinge noch immer nur aus seiner Sicht, nie aber aus der Sicht eines Neuankömmlings gesehen hat. Diese Sicht öffnet Augen.

Wolfgang Gerhold

Wolfgang Gerhold stammt aus der Gemeinde Schwenda, einem kleinen Dorf am südlichen Rand des Harzes, einer idyllischen Gegend, die von den Auswirkungen des 2. Weltkrieges verschont geblieben war. Scheinbar geborgen wächst er mit seinen drei Schwestern in der Familie auf, wären da nicht die sich offen, oft aber auch im Verborgenen abspielenden Szenarien von Verzweiflung, Wut, Gewalt, Demütigung und anderen Einflüssen auf die sensible Familie durch den Vater.
Bis zur Trennung der Eltern erlebt der einzige Bub in der Familie massive Gewalt und Psychoterror des Vaters gegenüber allen Familienmitgliedern. Ein völlig überforderter Mann, der als Kriegsinvalide der Situation seiner Unzufriedenheit, einer schnell wachsenden Familie und der Enttäuschung über den verlorenen Krieg nicht anders zu begegnen weiss.
Nach der Lehre der Grossen Krankenpflege und im Beruf des Krankenpflegers erwächst in dem jungen Mann die grosse Sehnsucht, als Arzt und Chirurg durch unmittelbare Hilfeleistung an den Menschen den wertvollsten gesellschaftlichen Dienst leisten zu können. Dieser Traum platzt aber bald sehr schmerzhaft durch die Kollision mit dem vorherrschenden politischen System, dem Sozialismus.
Als Maschinenbauingenieur mit Diplomabschluss findet er trotz grösster Enttäuschung eine spätere grosse Erfüllung im Beruf. Noch vor der „Wende“ im Herbst 1989 siedelt er, knapp 40-jährig, nach nur 15 Monaten „Wartezeit“ im Dezember 1988 legal von Leipzig nach München über. Sehr schnell fand er qualifizierte und herausfordernde Tätigkeiten und arbeitet durchgehend erfolgreich bis 2012 in verschiedenen Firmen und Branchen.
Dieses Buch beschreibt den Weg eines Neuankömmlings, wie es ihm im Westen erging und ob sein Traum einer „besseren Welt“ wahr wurde.

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