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Platz 1

8
ITO-SAN und die SUSHI-FRITZEN AG
Jäger, Helge

Paperback
72 Seiten
ISBN 978-3-8311-4790-8
CHF 14,90
inkl. MwSt. zzgl. Versand
  • Beschreibung
  • Autor/in
  • Pressestimmen (2)

ITO-SAN und die SUSHI-FRITZEN AG

Hohe, schmale, und spitze Gebäude gibt es schon in vielen Städten der Welt. In Paris, in Kuala Lumpur, in Toronto. Doch das absonderliche Gebäude, entworfen von Ichida Kretinawa, das die Tashumi Building Corporation auf dem Schlossplatz in Berlins Mitte hochzieht, sprengt jede Vorstellung von herkömmlicher Architektur und stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten. Dem Bauunternehmen aus Tokio gelingt es, mit überzeugenden Argumenten den Zuschlag für die Errichtung des ‚Cocktower Berlin' auf dem jahrzehntelang in Agonie liegenden Schlossplatz zu erhalten. Dieser Turm ist dem primären männlichen Geschlechtsmerkmal nicht unähnlich, und zukünftige Versionen des Towers sollen sogar je nach Raumbedarf ausgefahren werden können. Auf der Spitze erhebt sich zudem eine Replik des bei Japanern besonders beliebten Schlosses Neuschwanstein. Ito-San, Ikihara-San von Tashumi sowie Fidor Bölz und Piet Nickelmann als mehr oder weniger willfährige deutsche Bauleiter, geraten in einen rasanten Strudel aus Korruption, Intrige und organisiertem Verbrechen, an dessen vorläufigem Ende der Fall dieses Phallusgebäudes steht. Zur grossen Überraschung aller haben zwei andere japanische Baufirmen ‚Unter den Linden' und am ‚Gendarmenmarkt' ebenso spektakulärere Gebäude hochgezogen. Nachdem sich Ikihara-San mit dem Samuraischwert entleibt hat, fällt es Nickelmann wie Schuppen von den Augen, dass er die ganze Zeit ungewollt Handlanger der anderen japanischen Baufirmen war. Ein Architekturthriller aus dem Berlin der nahen Zukunft.

Helge Jäger

Nachdem sich Helge Jäger, geboren 1964 in Hofgeismar, schon mit ‚Drosophila Melanogaster - Zwei Fruchtfliegen auf der Suche nach dem Sinn des Lebens' eine kleine Fangemeinde erzeichnet hat, möchte er diese nun mit ‚Ito-San und die Sushi-Fritzen AG' vergrössern. Da ein kreativer Kopf wie Helge Jäger es in Deutschland schwer hat, seine architektonischen Fantasien zu realisieren, muss er sie (derzeit) noch zwischen Buchdeckeln präsentieren, aber dies dort umso amüsanter. Und er weiss, wovon er spricht. Nur teilweise ist das vorliegende, in schroffem, aber dennoch nuancenreichem schwarz-weiss gehaltene, zitatenpralle Werk satirische Fiktion. Denn er schreibt und zeichnet aus eigener, umfangreicher Erfahrung. Erarbeitet hat er sich diese als Mitarbeiter mehrerer, auch japanischer Architekturbüros. Die wissenschaftlichen Grundlagen hat er während seines Studiums der Architektur, unter anderem durch einen ‚Master of Science in Architecture' der University of Cincinnati, Ohio, USA erworben. Sein Schaffen wurde auch schon mit Auszeichnungen bedacht: So trägt er schwer am Jahrespreis der Stadt Höxter für herausragende Diplomarbeiten und dem Kunstpreis der Stadt Calden. Als Teilnehmer an Architekturwettbewerben hat er Pläne für solche wie: ‚Vision of Home, New York' oder an ‚Housing on Toronto´s Main Streets, Toronto' vorgelegt. Und andere Entwürfe wurden tatsächlich auch realisiert.


http://www.Kopfjaegerverlag.de

    • Der Tagesspiegel

      Comic gegen Bausünden

      Der Architekt Helge Jäger hat den ersten Berliner Architektur-Comic-Thriller verfasst.Das kürzlich veröffentlichte Buch ist eine überspitzte Abrechnung mit der Berliner Architektur-Szene. Verpackt hat der 38-jährige Jäger das Ganze in eine Krimihandlung, in der japanische Baukonzerne die Stadt okkupieren und vor kriminellen Methoden nicht zurückschrecken. Eitle Stararchitekten, japanische Baukonzerne und provinzielle Denkmalpfleger kriegen ihr Fett weg.
      01.07.2003

    • Regioartline.de

      Verwegene Perspektiven

      Wenn Jägers Text auch manchmal etwas klappert, so treibt doch seine Beherrschung des Stifts gewiss jedem Kunstabsolventen die Neidtränen in die Augen. Nicht nur, dass da virtuos konturiert, gestrichelt und schraffiert wird, seien es Architekturpersiflagen, Charakterköpfe oder einfach nur nackte Haut, nein, auch alle anderen Register werden gezogen - und beherrscht: Parallelmontage, Totale, Halbtotale, Zoom, Lichtregie und vor allem immer wieder: verwegene Perspektiven. Das ganze Repertoire der filmischen Mittel also, an den Branchenbesten orientiert, zu munteren Bildräumen komponiert.
      01.04.2003

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