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Karl Opp - Ein Sammlerleben (1890-1966)
Eine Gedenkschrift zum 50. Todestag des Sammlers und Heimatforschers im Jahr 2016, mit Abbildungen im Text und Bildtafeln zur Erinnerung an seine Sammlungen
Hoffmann, Curt

Hardcover
376 Seiten
ISBN 978-3-7448-8179-1
CHF 79,00
inkl. MwSt. zzgl. Versand
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Karl Opp - Ein Sammlerleben (1890-1966)

Der Sammler und Heimatforscher Karl Opp aus Borthen bei Dresden wurde 1990 in Altchemnitz geboren. Da es ihm nicht möglich war, ein Gymnasium zu besuchen und zu studieren, erlernte er den Handwerksberuf des Metalldrückers. Autodidaktisch erwarb er sich ein umfangreiches Wissen und bildete sich lebenslang weiter. 1908 fand er in Dresden eine Arbeitsstelle, in der er bis zum Rentenalter tätig war. Schon als Kind begann er zu sammeln und setzte das ernsthaft ab 1908 in Dresden fort. Ein Zufall zeigte ihm die Lehmgruben und Kiesgruben in Dresden-Prohlis als ergiebige Fundstellen. Dort sammelte er Reste eiszeitlicher Tiere, darunter spektakuläre Mammutfunde, ausserdem verschiedenartige Mineralstufen und Fossilien als Geschiebefunde, aber auch Artefakte vorgeschichtlicher Menschen der Steinzeit und der Bronzezeit. Dabei entdeckte er Werk- und Lagerplätze, die er selbst ausgrub. Seine prähistorische Sammlung war damals deutschlandweit die grösste Privatsammlung dieser Art und machte ihn überregional bekannt. Gleiches galt für seine grosse Dokumentensammlung zu dem "Bauern-Astronomen" Johann Geirg Palitzsch, der im 18. Jh. in Prohlis lebte. Ansonsten sammelte er alles Erhaltenswerte um des Bewahrens willen. Frühzeitig wurde ihm die Aura eines Heimatforschers beigelegt. Er selbst hat sich eher als "Heimatsammler" gesehen und dieses Attribut auch oft seinem Namen und seinen Sammlungen hinzugefügt. Sein Lebenstraum vom eigenen Museum blieb unerfüllt.Nach seinem tragischen Unfalltod 1966 konnten seine Sammlungen nicht zusammengehalten werden, sondern wurden zerstreut. Der heute 85-jährige Autor Curt Hoffmann, der in seinen jungen Jahren Opp persönlich kannte und mit ihm befreundet war, beschreibt dessen Sammlerleben und Freundeskreis, zu dem u. a. der Erzgebirgsmaler Gerhard Schiffel (1913-2002) gehörte, und fügt von Opp erzählte und auch selbst erlebte Anekdoten hinzu. Um Opps verloren gegangene Sammlungen in der Gegenwart optisch erlebbar zu machen, hat er sie aufgrund alter Fotos und Dokumente, aber auch eigener Kenntnisse mit Objekten anderer Provenienz, die aber in Opps Sammlungen vorhanden waren, in Teilen rekonstruiert und in einem opulenten, grösstenteils farbigen Bildteil vorgestellt. Dem Heimatsammler Karl Opp wird damit ein würdiges Denkmal gesetzt.

Curt Hoffmann

Curt Hoffmann, Jahrgang 1932, erlernte nach dem Zweiten Weltkrieg den Beruf des Lithographen und studierte später Kartographie mit dem Abschluss Dipl.-Ing. (FH) und danach Geographie mit dem Abschluss Dipl.-Geograph. In seinem 51-jährigen Arbeitsleben war er 45 Jahre im Landesvermessungsamt Sachsen tätig und ging 1997 in den Ruhestand. Seitdem befasst er sich mit verschiedenen Interessengebieten, insbesondere digitaler Bildbearbeitung, ist publizistisch und schriftstellerisch tätig. Eine von ihm edierte digitale Ausgabe der achtzehnbändigen Uniformenkunde des Historienmalers Richard Knötel wurde 2013 aus Anlass von dessen 100. Todesjahr als DVD im Eigenverlag der Deutschen Gesellschaft für Heereskunde veröffentlicht. Aus dem gleichen Anlass erschienen von ihm mehrere Beiträge zu Leben und Werk des Historienmalers in verschiedenen Zeitschriften und Magazinen. Er hat aber auch zu anderen Themen, z. B. zum Puppenspiel und zur Heimatgeschichte, publiziert. 2019 erschien von ihm im BOD Verlag Norderstedt eine Publikation über eine handschriftliche Manöverdisposition des Generalfeldmarschalls Wichard von Möllendorff zu den Herbstmanövern der preussischen Armee 1804 und ein Reprint der Rangliste der Königl. Preuss. Armee für das Jahr 1804, beides interessant wegen der zeitlichen Nähe zum Untergang des altpreussischen Heeres im Krieg 1806/07. Der in dieser Publikation veröffentlichte Gesamtkatalog zu Knötels Uniformenkunde mit Abbildung sämtlicher Uniformtafeln im Massstab 1:3 kann für Nutzer ein effektives Hilfsmittel sein, weil damit erstmals alle achtzehn Bände des Werkes sowie die Neuen Folgen I und II in einem einzigen handlichen Band zusammengefasst sind. Das umfangreiche Werk war immer schwierig zu handhaben, da es in loser Folge ohne systematische Ordnung nach Staaten und Zeitaltern erschienen war. Der Gesamtkatalog schliesst damit eine Lücke.

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