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Platz 1

8
Lieder
Aus dem Chinesischen von Raffael Keller
Bangyan, Zhou

Hardcover
72 Seiten
ISBN 978-3-7431-6024-8
CHF 22,50
inkl. MwSt. zzgl. Versand
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Lieder

Die Gattung der Ci entstand im neunten Jahrhundert in der ausgehenden Tang-Zeit, als chinesische Dichter begannen, zu damals in den Schenken und Freudenhäusern populären Liedmelodien, die häufig der exotischen Musik Zentralasiens entstammten, neue Texte zu schreiben. Dieser Herkunft aus den Vergnügungsvierteln entsprechend dominierte in der Thematik zunächst die Liebe, nicht selten mit erotischen Untertönen, und ihre Diktion war näher der Umgangssprache als jene der traditionellen Lyrik. Zhou Bangyans Beitrag zur Blüte der Ci liegt weniger in stofflichen Innovationen - galante Themen nehmen bei ihm weiterhin eine zentrale Stellung ein - als in der Verfeinerung der Sprache und der Sensibilisierung für ihre musikalischen Qualitäten. Ist bei Liu Yong der volkstümliche Ursprung in der schlichten, manchmal auch derben Sprache, noch deutlich spürbar, schafft Zhou Bangyan Verse von höchster Eleganz, die das verfeinerte Leben einer modernen Oberschicht in den prosperierenden Städten der Song-Zeit widerspiegeln. Charakteristisch für seinen Stil ist auch, dass es ihm gelingt, literarische Anspielungen nahtlos und ungekünstelt in seine Texte zu integrieren. (aus dem Nachwort von Raffael Keller)

Zhou Bangyan

Zhou Bangyan (1056-1121) stammte aus Hangzhou, diente unter den letzten drei Kai­sern der Nördlichen Song-Dynastie (960-1127) als Beamter in der Provinz und in der Hauptstadt Kaifeng, u.a. als Direktor des Musikamts. Er gilt als herausragender Dich­ter von Liedern (Ci), die sich durch sprachliche Eleganz auszeichnen und zu denen er auch selbst Melodien schrieb.

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