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Platz 1

8
Mit Zeichenstift, Tonerde und Pinsel
1. Zeichnungen und Kleinplastik
Rauschert, Martin

Paperback
116 Seiten
ISBN 978-3-7322-9092-5
CHF 28,50
inkl. MwSt. zzgl. Versand
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Mit Zeichenstift, Tonerde und Pinsel

Bevor ich in die Schule kam, überraschte ich meinen Grossvater zum Geburtstag mit einem in einen Ziegelstein gemeisselten stilisierten Gesicht. Es blieb der einzige bildnerische Versuch mit einem doch recht harten und spröden Material. Plastilin und Ton waren leichter zu bearbeiten. Kurz nach dem Krieg stellte ich für unsere Kasperle-Truppe in der Schule Puppenköpfe aus eingeweichtem und zerfasertem Zeitungspapier her, das zusammen mit etwas Dextrin zu einer steinharten Masse trocknete und farbig angepinselt werden konnte. Schon vorher aber stürzte ich mich auf das Zeichnen. Jedes verfügbare Stückchen Papier verzierte ich mit Bleistift- oder Buntstiftstrichen und zeichnete mit grossem Vergnügen Tiere.
Ich ging in Beeskow zur Schule. Mein Vater wurde dort Postamtsvorsteher und die Familie zog aus Rudow weg.
In der 6. Klasse förderte unsere Lehrerin Frau Mori mein Zeichentalent und weckte meine Freude am Modellieren. Aus Ton formte ich vor allen Dingen kleine Tierfiguren: Hamster, Kaninchen, Hunde, Katzen, Eichhörnchen und andere Plastiken entstanden.
Jochen Wagner, Chefredakteur der Zeitschrift Poseidon bat mich 1960, ihm für seine Broschüre über das Flossentauchen einige Zeichnungen im Wasser lebender Tiere und Pflanzen zu zeichnen. Der für das Buch verantwortliche Lektor riet er mir daraufhin, ins grafische Handwerk zu wechseln. Ich zeichnete für den Eigenbedarf weiter und griff bald auch zu Farben. Ich versuchte mich in Aquarell, Pastell und bald auch in Öl.
Dagmar Glaser-Lauermann, der Leiterin eines Malzirkels, stellte ich mich mit einigen Machwerken dann einmal vor. Von ihr stammt z.B. das bekannte Tierpark-Mosaik im U-Bahn-Ausgang Friedrichsfelde. Ich besuchte dann regelmässig den Malzirkel. In ihrer Anleitung war die Chefin sehr zurückhaltend und so gelang es jedem Teilnehmer, seinen individuellen Stil zu entwickeln. Ich lernte mein Handwerk und konnte regelmässig einige Arbeiten in den Ausstellungen zum „Bildnerischen Volksschaffen“ vorstellen.

Martin Rauschert

Dr. Martin Rauschert
Einige Lebensdaten 1934 in Berlin geboren.
Nach dem Abitur Studium an der Humboldt-Uni Berlin), Pädagogik Biologie, Chemie und Binnenfischerei.
1955-1961 Pädagogischer Mitarbeiter und Lehrer.
1961 bis zur Wende Akademie der Wissenschaften der DDR (Promotion 1971); einige Jahre wissenschaftlicher Sekretär der AG Unterwasserforschung, danach Mitarbeiter in den Instituten für Physikalische Hydrographie, Meereskunde, Alte Geschichte und Archäologie und der Forschungsstelle für Wirbeltierforschung, Arbeitsgruppe Polarbiologie.
Nach der Wende im AWI Bremerhaven.
Arbeitsaufgaben:
Faunistik allgemein, Benthosaufsammlungen (Erforschung der Lebewesen unmittelbar am Meeresboden), Taucharbeiten, ornithologische Beobachtungen, Fotodokumentation.
Forschungsreisen:
1969-1970 Indischer Ozean/Rotes Meer.
1980-1982 u. 1984-1986 Überwinterungen auf der Antarktisstation Bellingshausen.
1989-1990 Saisonaufenthalt in Bellingshausen.
1991 Expedition nach Spitzbergen.
1991 Expedition nach Franz-Josephs-Land und Novaja Zemlja.
1992 6 Monate auf argentinischer Antarktisstation Jubany.
1993 Expedition nach Deception Island und zur Antarktischen Halbinsel.
1994 Expedition ins Magellangebiet und um Kap Hoorn.
1995 Expedition in die Magellanstrasse und den Beagle Kanal.
1996 Expedition in die Weddellsee.
1996 und 1997 Expeditionen ins Magellangebiet von Porto Natales.bis Puerto Montt, bzw. von Puerto Montt bis Punta Arenas.
1998 und 2000 Expedition in die Weddellsee.
2002 Expedition über den Scotia-Bogen in die Antarktis.
2003-2004 Expedition in die Weddellsee.
Veröffentlichungen u.a, Aktivitäten:
Zahlreiche wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Publikationen (Zoologie, Fischereiforschung, Unterwasserforschung, Unterwasserfotografie) Unterwasserkameramann bei diversen DEFA- und Fernsehproduktionen. Diverse eigene Filme (unter anderem 10-teilige Fernsehfolge über Arbeiten während der l. Überwinterung in der Antarktis (1980-1982) und 5 Fernsehfolgen über Arbeiten während der 2. Überwinterung (1984-1986).

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