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Platz 1

8
Sucht und Ausstieg
Wege aus der Glücksspielsucht
Bucher, Erich

Paperback
180 Seiten
ISBN 978-3-8391-7475-3
CHF 20,50
inkl. MwSt. zzgl. Versand
  • Beschreibung
  • Autor/in
  • Pressestimmen (4)

Sucht und Ausstieg

Der niederländische Kulturhistoriker Johan Huizinga hat den Begriff homo ludens geprägt, der spielende Mensch. Damit wollte Huizinga ausdrücken, dass das Spiel eine Grundkategorie menschlichen Verhaltens ist und zur Kulturbildung beiträgt. Doch das Spiel kann auch seine dunklen Seiten entfalten – nämlich dann, wenn es vom Spieler derart Besitz ergreift, dass dieser selbst zum Spielball wird.

Wie die meisten Süchte, so entsteht auch die Glücksspielsucht schleichend. Sie kann eine verhängnisvolle Abwärtsspirale in Gang setzen, an deren Ende finanzieller Ruin, Arbeitsplatzverlust und die Auflösung sozialer Bindungen stehen können.

Erich Bucher, erfahrener Suchttherapeut und Präventionsfachmann, will Auswege aus der Sucht weisen. Detailliert beschreibt er, welche Arten von Glücksspielen es gibt, wie das Glücksspiel in der Schweiz staatlich geregelt ist und welche Stadien einer Glücksspielsucht sich identifizieren lassen. Dabei lässt der Autor immer wieder ehemals Spielsüchtige zu Wort kommen und aus ihren Erfahrungen berichten.

"Sucht und Ausstieg" ist ein hilfreiches Praxishandbuch für Betroffene, Angehörige, Therapeuten und Beratende. Mit einer Anleitung zum Ausstieg.

Erich Bucher

Geb. 1957, Sozialpädagoge HFS, Präventionsfachmann und Suchtberater, Systemtherapeut IEF. Nach seiner mehrjährigen Arbeit in der stationären Jugendarbeit wechselte er in die ambulante Suchtberatung. Während seiner 16-jährigen Beratertätigkeit baute er im Rahmen seiner Anstellung auf der perspektive Mittelthurgau, Kreuzlingen die geleitete Gesprächsgruppe Glücksspielsucht im Kanton Thurgau/Schweiz auf. Er leitete diese von 2001 bis 2005 und führte von 1998 bis 2005 Einzel- und Familienberatungen bei Spielern und Spielerinnen auf der Basis der lösungsorientierten Gesprächsführung nach Steve de Shazer durch. Er war Leiter und Mitbegründer der Fachgruppe Glücksspiel des Fachverband Sucht der Deutschschweiz und führt seit 2007 zusammen mit Dr. med. Andreas Canziani, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, unter dem Patronat des Fachverband Sucht Deutschschweiz Weiterbildungen zum Thema „Glücksspielsucht in Beratung und Therapie“ durch. Seit 2005 arbeitet er beim VJPS, Fachstelle für Gesundheitsförderung, Prävention und Suchtberatung in Schaffhausen, wo er unter anderem Projekte der Glücksspielprävention umsetzt.

    • Bau Info

      Sucht und Ausstieg

      Im handlichen, 180 Seiten umfassenden Taschenbuch fasst der Schweizer Sozialpädagoge und erfahrene Suchberater Erich Bucher seine reiche Erfahrung mit Glücksspielsucht zusammen. (...)
      01.10.2011

    • SuchtMagazin

      Rezension: Sucht und Ausstieg

      (...) Das Buch ist in flüssiger, unprätentiöser Alltagssprache gehalten und nicht der standardisierten, Objektivität suggerierenden Destanziertheit wissenschaftlicher Texte. Der in Ich-Form schreibende Autor bleibt seiner erfahrungsbasierten Haltung spürbar.
      01.07.2011

    • Schaffhauser Bock

      Bis zum Ruin und zur Isolation

      (...) Das Buch sie leicht zu lesen und gebe einen guten Eindruck ins Thema, das dank zahlreicher Beispiele und anschaulicher Schilderungen fassbar werde, heisst es. (...)
      01.07.2011

    • SuchtMagazin, Infodrog, Bern

      Rezension: Sucht und Ausstieg

      Ines Bodmer Dr. phil. Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, Zentrum für Spielsucht und andere Verhaltenssüchte, RADIX, Stampfenbachstr. 161, CH-8006 Zürich, Tel. +41 (0)44 202 30 00, bodmer@radix.ch, www.spielsucht-radix.ch Im handlichen, gut 150 Seiten umfassenden Taschenbuch fasst der Schweizer Sozialpädagoge Erich Bucher seine reiche Erfahrung mit Glücksspielsucht zusammen. Das im Selbstverlag erschienene Werk soll Betroffene, Angehörige, TherapeutInnen und Beratende ansprechen. Als langjähriger Präventionsfachmann und Suchtberater bei der Suchtberatung Perspektive Thurgau (Kreuzlingen) leitete Bucher die Gesprächsgruppe Glücksspielsucht und beriet Einzelpersonen und Familien zum Thema problematisches Glücksspielverhalten. Seit 2005 setzt er Projekte der Glücksspielprävention im Kanton Schaffhausen um. Das Buch ist in fünf Kapitel gegliedert, die sich auch gut einzeln lesen lassen. Das erste mit der Überschrift "Vom Spielen und vom Glücksspiel" dient als Einleitung mit Grundlagenwissen und liefert eine wertvolle Darstellung der Glücksspiellandschaft in der Schweiz. Es gelingt Bucher, die historisch gewachsenen Strukturen und die aufgrund unseres föderalistischen Systems nicht gerade übersichtlichen rechtlichen Grundlagen aktuell, klar und einfach darzustellen. Das zweite Kapitel befasst sich mit den verschiedenen Arten von Glücksspiel und deren Attraktivität. Vom herkömmlichen Zahlenlotto bis zum downloadbasierten Glücksspiel werden die bekanntesten Formen kurz und prägnant erklärt und bezüglich Suchtpotential diskutiert. Im dritten Teil wird ein in der Fachwelt nicht unumstrittenes Phasenmodell und eine Spielertypologie vorgestellt. Hier bestechen vor allem jene Abschnitte, die mit "Stellen Sie sich vor" beginnen: wirklichkeitsnahe und lebendige Beschreibungen von spielertypischen Situationen, Mechanismen und Denkmustern lassen die Erlebniswelt der SpielerInnen nachfühlbar werden. An das Fünf-Phasen-Modell der Veränderung von Prochaska et al. angelehnt, entwirft Erich Bucher im vierten Kapitel Wege aus der Glücksspielsucht. Er schlägt vor, den Ausstieg in fünf Phasen zu gliedern: Die Vorphase des Nachdenkens (precontemplation)oder "Probleme haben nur die anderen", die Phase des Nachdenkens (contemplation)oder "Jetzt muss etwas geschehen", die Phase der Vorbereitung (preparation) oder "Ziele und Wege erkennen", die Handlungsphase (action) oder "Unterwegs sein" und die Durchhaltephase (maintenance) oder "Veränderungen werden zur Normalität". Zu jeder Phase finden sich anschauliche Fallbeispiele und an die Adresse des Helfersystems gerichtete Hinweise zum phasenspezifischen Fokus, zur therapeutischen Haltung und zu Interventionsmöglichkeiten. Dem Modell zum Ausstieg aus der Glücksspielsucht folgt im fünften und letzten Kapitel ein konkretes Programm. Geprägt vom lösungsorientierten Ansatz nach Steve de Shazer und Insoo Kim Berg schildert der Autor ein Ausstiegsmodell in neun Schritten. Thema und Fragestellungen jedes Schrittes sind sorgfältig beschrieben, anschaulich dargestellt und mit Tipps und Anmerkungen ergänzt. Wer lieber über Lösungen als über Probleme sinniert und dabei glaubt, auf das Verständnis, wie es zu der suchtartigen Entgleisung kommen konnte, verzichten zu können, wer gerne mit Skalen und Listen arbeitet und sich der Handlung, dem Machen verpflichtet fühlt, der/die wird in diesem Kapitel bestens bedient. Das Buch ist in flüssiger, unprätentiöser Alltagssprache gehalten und nicht in der standardisierten, Objektivität suggerierenden Distanziertheit wissenschaftlicher Texte. Der in der Ich-Form schreibende Autor bleibt in seiner erfahrungsbasierten Haltung spürbar. Vor diesem Hintergrund verzeiht man ihm die mangelhafte Literaturliste und unsystematischen Verweise. Empfohlen sei das Buch mit dem Thema und mit den Schweizer Verhältnissen noch wenig vertrauten Fachleuten sowie SpielerInnen, ExspielerInnen und Bezugspersonen(...)
      01.03.2011

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