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Platz 1

8
Tief schweigendes Gebiet
Gedichte
Choy, Namyeun

Hardcover
84 Seiten
ISBN 978-3-944643-27-4
Verlag: Verlag Rote Zahlen
CHF 24,50
inkl. MwSt. zzgl. Versand
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Tief schweigendes Gebiet

Um die Lyrik von Namyeun Choy zu beschreiben, muss man notwen­diger Weise zu Paradoxien greifen: Eine sanfte Brise aus Stahl, ein Staubkorn von der Grösse des Alls, ein schwe­bendes Blütenblatt mit dem Gewicht der ganzen Welt, die un­endliche Weis­heit der Dinge – Widersprüchlichkeiten, die in dieser Poesie nicht als Gegensätze auf­treten, nicht unvereinbar sind, vielmehr eine untrennbare Einheit bil­den. Alles ist in allem in diesen Zeilen und Wortgeflechten, und das ist keines­wegs im Sinne einer abendländisch-klappernden und rumpeln­den Metaphern-Maschinerie zu verstehen, sondern als Axiom, als nicht hinterfragte und nicht hinterfragbare Voraussetzung für die Arbeit der Dichterin. Eben dieses Axiom, diese innere Gewissheit, dass es ein Einzelnes gar nicht gibt, versetzt sie in die Lage, mit scheinbar leichter Hand selbst bleischwere philosophi­sche Riesenklötze zum Tanzen zu bringen.
Man kann bei Namyeun Choy viel lernen für das lyrische Hand­werk. Noch mehr liesse sich aber lernen von dem, was da hinter, zwischen und über der lyrischen Melodie mit­singt und mitklingt: Eine Ganzheit, in der zugleich unendliche Trauer und unendlicher Trost zu finden ist.

Namyeun Choy

Namyeun Choy: 1952 in Seoul geboren, mitten in den schlimmsten Kampfhandlungen. Ihre Eltern flüchteten und kämpften unter unsagbaren Leiden um das Überleben der Familie. Mit 19 ging sie nach Deutschland und arbeitete fast 40 Jahre lang als Krankenschwester. Vor allem die koreanische Musik pflegt und hegt sie und spielt in der Gruppe „Dassiragi“ die traditionellen Instrumente Buk und Kayagum.

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