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Platz 1

8
World of Warcraft am Pranger
Quo vadis, Computerspiele-Branche?
Theiser, Matthias

Paperback
84 Seiten
ISBN 978-3-8391-9908-4
CHF 10,50
inkl. MwSt. zzgl. Versand
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World of Warcraft am Pranger

Wir leben in einer Zeit, in der wir davon berichten können, wie wir die steilsten Berge bestiegen, die heissesten Wüsten leergefegt, die tiefsten Meere erforscht und die düstersten Wälder durchwandert haben, ohne dabei auch nur einen Schritt vor die Tür gesetzt zu haben. Es ist eine Zeit, in der wir nicht mehr auf Bäume klettern oder Legosteine aufeinandersetzen, sondern ganz einfach auf Einloggen klicken...
Dann lassen wir die Erde erbeben, den Feind erzittern und unsere Macht versprühen. Als des Kampfes lust'ge Kriegskünstler stapfen wir durch die Länder Azeroths, während wir mit jeder Spielminute mehr Ruhm und Ehre erringen, als gäbe es nichts Notwendigeres. Gleich den Rhythmen der Kriegstrommeln, donnern wir mit unsresgleichen gegen die Mauern der Feinde und bereiten ihnen das Mahl eines jähen Endes.
Doch bleibt es stets eine Frage der Zeit, bis wir erkennen, dass wir es sind, die hinabsteigen in ihre dunklen, feuchten Gräber, uns mit jedem Spatenstich bloss selbst vergraben und uns schlussendlich doch noch unserem Verstand unterwerfen müssen.
Gelobt seist du, World of Warcraft.

Matthias Theiser

Geradeaus, am grossen plätschernden Brunnen der Selbsterkenntnis vorbei, durch den schmalen Torbogen am Rande des Irrsinns hindurch, bis ganz zum Ende der siebhundertachtundzwanzigsten Gedankenfabrik, mit der gelben Fassade. So in etwa könnte eine Wegbeschreibung im Kopf des selbsternannten Schriftstellers Matthias – der Intellektuelle – Theiser lauten, um dort hinzukommen, wo man eigentlich gar nicht hinwill.
Seine Texte gehen unter die Haut, bringen das Publikum zum Lachen, zum Weinen, zum Nachdenken, zum Sitzen – wenn man nicht gerade im Stehen liest.
Als Jahrgang 1989 gehört er zu denen, die noch grün hinter ihren Ohren sind, dies aber nicht wirklich wahrhaben wollen. Und so trällert er mit den Vögeln in den Bäumen um die Wette und erklärt seiner Umwelt seine Gedanken – ob die das nun möchte, oder nicht.


http://www.sandcorn.at

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