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Platz 1

8
Die Umkehr
Ein Gefangenschaftsbericht 1945-1950
Silesius, Henryk

Paperback
116 Seiten
ISBN 978-3-8334-1940-9
CHF 14,50
inkl. MwSt. zzgl. Versand
  • Beschreibung
  • Autor/in
  • Pressestimmen (6)

Die Umkehr

Der Autor führt in russischer Kriegsgefangenschaft Tagebuch.
Auf dünnem Zigarettenpapier beschreibt er in winziger Schrift das grosse Elend um ihn her.
"Hungerhospital Paschkowskaja", "Noworossijsk", "Krasnaja Poljana" heissen einige Stationen, auf denen er inmitten von Kälte, Hunger, Krankheit und Sterben zum christlichen Glauben findet.
Als er in der Silvesternacht 1949/1950 entlassen wird, gelingt es ihm, das Aufgeschriebene durch die Kontrolle in Brest zu schmuggeln. Wenig später überträgt er die Miniaturschrift in ein Manuskript.
Studium und Familiengründung hindern ihn zunächst, das Projekt zu vollenden. Angesichts der politischen Entwicklung in der DDR lässt er die Aufzeichnungen bei seinem Schwager in Hannover verwahren. Erst nach der Wende kann der Autor sein Buch endlich fertigstellen.
Als Pseudonym hat er in Erinnerung an seine schlesische Herkunft den Namen Henryk Silesius gewählt.

Henryk Silesius

Der Autor gehört zu jener Generation, die in Hitlers Reich aufgewachsen ist. Krieg und Gefangenschaft wurden richtungweisend für sein ganzes Leben. Die Bewältigung der Geschichte, die Aussöhnung zwischen Deutschen, Polen und Russen entwickelten sich zum bestimmenden Thema seines Lebens. Er, der seine Briefe gern mit „Ein alter Breslauer“ unterschreibt, ist dies bis heute geblieben, denn dort kam er am 26. April 1927 zur Welt. 1954 begann er seine Tätigkeit als Vikar in Zerbst und wurde Pfarrer in der ev. Landeskirche Anhalts. 1992 war er Mitbegründer der Gemeinschaft ev. Schlesier in Anhalt. Er ist viel gereist – nach Polen, Österreich, Russland. Seine Reisen sind eine bewegende Begegnung mit der eigenen Geschichte. Er sprach mit Zeitzeugen und deren Nachkommen in Schlesien, im Kaukasus- und Schwarzmeergebiet. Für die Verdienste um die schlesische Heimat und die Aussöhnung früherer Feinde erhielt er das Bundesverdienstkreuz.

    • Schlesischer Kulturspiegel

      Die Umkehr. Ein Gefangenschaftsbericht 1945-1950

      Ein Tagebuch, heimlich geschrieben in fünf Jahren sowjetischer Gefangenschaft auf Zigarettenpapier (...) Ein Leidensweg vom Hitlerjungen zum bekennenden Christen.
      01.04.2009

    • Volksstimme

      Bewegende Erinnerungen

      Wo die Leidenszeit am intensivsten nachwirkt, da findet Heinz Lischke auch kaum Worte zwischen den einzelnen Gedichten. Aber es ist auch das Verdienst seiner beiden Bücher, Einblicke zu ermöglichen in eine Zeit, über die viele, die sie erlebten, später nicht reden wollten.
      01.02.2007

    • Mitteldeutsche Zeitung

      Die Umkehr von der Siegrune zum Kreuz

      Silvester 1944/45: Das Buch beginnt in einem Lager des Reichsarbeitsdienstes. Heinz war siebzehn. Abmarsch, die Rote Armee im Nacken, Ende Januar. Registrierung in der Erfassunsgstelle der Waffen-SS am 21. Februar. Einsatz an der Donau. (...) Kameraden, eben noch Kinder starben. Kapitulation. Versuche, zu den Amerikanern zu gelangen. Auslieferung. Abtransport. Ankunft im Kaukasus-Schwarzmeer-Gebiet. Hunger, Kälte, Krankheit folgen, Berichte vom Alltag in sowjetischer Gefangenschaft, bis die opfer-Täter-Relation zu schwanken beginnt.
      01.10.2006

    • Deutsches Pfarrerblatt

      Bewegender Bericht

      In einigen Passagen des Buches wurde ich an den wohl erfolgreichsten und sehr bewegenden Bericht von Helmut Gollwitzer erinnert: „Und führen mich wohin du nicht willlst“. Das ist als Lob und Anerkennung gemeint.
      01.04.2006

    • Schlesischer Gottesfreund

      Bericht aus der Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion

      Das alles ist ein einer Sprache geschrieben, die Plastizität und Genauigkeit verbindet. Hier wenigstens ein Beispiel, das zeigt, wie dieser junge Kriegsgefangene immer wieder mit der Enttäuschung fertig wreden musste, wenn er erfuhr, dass er nicht bei den Glücklichen sein würde, die die Reise in die Heimat antreten dürfen. Mit diesem Gefangenschaftsbericht, dessen Veröffentlichung er über ein halbes Jahrhundert hinausgezögert hat, hat Heinz Lischke in Dankbarkeit und Demut gezeigt, wie er geworden ist, was er heute ist - für uns und andere. Und dafür danken wir ihm.
      01.08.2005

    • Mitteldeutsche Zeitung

      Heimliches Tagebuch

      In Erinnerung an seine schlesische Herkunft schreibt der Autor unter dem Pseudonym Henryk Silesius, der Schlesier. Der Autor schildert die Gefangenschaft und seinen Weg vom Hitlerjungen zum Pfarrer - ein Tagebuch, heimlich geschrieben in fünf Jahren sowjetischer Gefangenschaft auf Zigarettenpapier.
      01.06.2005

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