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Platz 1

8
A Sense of Yuma
Oder mein Jahr in der Mangelwirtschaft
Lehmann, Luca

Paperback
112 Seiten
ISBN 978-3-7481-7129-4
CHF 17,90
inkl. MwSt. zzgl. Versand
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A Sense of Yuma

Kuba. Mit dem Namen sind viele Ideen und Exotismen über diesen Ort verbunden. Kuba, das sind Che Guevara und Fidel Castro. Kuba, das sind Schweinebucht und Kubakrise. Das sind Guerillas, Zigarren rauchende Freiheitskämpfer und Plattitüden. Kuba, das ist Tanz und Musik. Das ist der Buena Vista Social Club. Dabei ist Kuba längst in der Postmoderne angekommen und wird die Insel von Reggaeton und Desillusion regiert. Zwölf Millionen Kubaner leben heute noch auf Kuba. Im Gegenzug reisen jedes Jahr fünf Millionen Touristen nach Kuba. Während Kubanern ein Monatslohn von 40 Dollar in der nationalen Währung ausgezahlt wird, sollen Touristen die an Devisen gebundene CUC-Währung verwenden. Das macht es für Reisende, die das Land besuchen, beinahe unmöglich an den Orten zu agieren, die Kubaner aufsuchen. Die meisten kubanischen Türen bleiben Besuchern verschlossen.

Beim Ausfüllen des Antrages auf ein Auslandsstudium hätte ich unmöglich wissen können, wie sehr mich dieses Jahr im Kern verändern würde. Dieses Buch soll interessierten Lesern unmittelbaren Einblick in meine Erfahrung geben, als naives deutsches Mittelstandskind ein Jahr in der karibischen Mangelwirtschaft zu leben. Während mein Alltag und der Alltag meiner Freunde und Nachbarn aus kargen Rationen, leeren Wassertanks und vielen Herausforderungen bestand, die nur mit viel Humor zu ertragen und zu meistern waren, blieb ich für die Kubaner eine Yuma. Als Yuma werden in Kuba Ausländer bezeichnet, wobei sich das Wort auf alles erstreckt, was aus dem Ausland importiert bzw. angespült wird: wie zum Beispiel mich. With a little bit a Sense of Yuma, soll ein amüsanter Blick auf das kubanische Schönheitsideal, einen eklatanten Chauvinismus und eine Privatsphäre geworfen werden, die gänzlich ihre Berechtigung zu verlieren scheint, wenn man Kubaner in sein Leben lässt. Dem Buch liegen Tagebuchaufzeichnungen zu Grunde, in denen ich von meinen anfänglichen Schritten berichte, mich im kubanischen Alltag aus Überlebungen einzugewöhnen, von Freundschaften fürs Leben und dem steten Gefühl zuvor auf einem anderen Planeten gelebt zu haben.

Luca Lehmann

Luca Lehmann lebt und arbeitet in Leipzig. Während ihres Studiums der Kunstgeschichte in Leipzig verbrachte sie Semester in Peru und Kuba. Wider Erwarten arbeitet sie heute in Ihrer Profession. Sie steht auf Leuchtplankton.

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