Kommunikation mit jungen Menschen

Kommunikation mit jungen Menschen

im Kontext des geänderten SGB VIII

Hartmut Kay Hirsch , Kindesperspektiven gUG (haftungsbeschränkt) Stuttgart (Hrsg.)

Schule & Lernen

Paperback

80 Seiten

ISBN-13: 9783754330197

Verlag: Books on Demand

Erscheinungsdatum: 31.05.2022

Sprache: Deutsch

Farbe: Nein

Bewertung::
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CHF 28.50

inkl. MwSt. / portofrei

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Seit Jahresbeginn 2022 hat der Gesetzgeber sehr deutlich den Anspruch junger Menschen für seine Entwicklung und Erziehung mit erheblichen Änderungen im Achten Buch -Sozialgesetzbuch- konkretisiert. Für die Persönlichkeitsentwicklung hat er nun die Norm SELBSTBESTIMMUNG den bisherigen Normen EIGENVERANTWORTUNG und GEMEINSCHAFTSFÄHIGKEIT vorangestellt. Das geänderte SGB VIII wird nun mit "Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer selbstbestimmten, eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit." in § 1 Absatz 1 Satz 1 eingeleitet. Solch eine erhebliche Anspruchserweiterung zieht eine grundlegende Überlegung der bisherigen Kommunikation mit Kindern und Jugendlichen nach sich. Erziehung und Kommunikation sind untrennbar miteinander verbunden. Erziehung von jungen Menschen basiert elementar auf Kommunikation. Man darf daher davon ausgehen, dass die Kommunikationsfähigkeit einer pädagogischen Fach- und Lehrkraft das wohl bedeutendste Qualifikationsmerkmal ihrer Tätigkeitsbewertung ist.

Wie kann ich als pädagogische Fach- und Lehrkraft diesen neuen gesetzlichen Anspruch bei meinen Schutzbefohlenen in meiner Alltagssprache fördernd so umsetzen, damit ich mich in meiner pädagogischen Arbeit nicht allzu weit weg von Recht und Gesetz bewege? Was kann ich zukünftig tun, damit ich mich im vorgegebenen Rechtsanspruch des jungen Menschen im alltäglichen Sprachgebrauch und Handeln bewege?

Ein pädagogischer Kommunikationsstandard mit Bezug auf die gesetzlich neu vorgegebene Anspruchsgruppe Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und Gemeinschaftsfähigkeit drängt sich damit als eine notwendige Teildisziplin bisheriger Erziehungswissenschaften in den Mittelpunkt jeglicher weiterer Überlegungen, weil Fach- und sachgerechte Einschätzungen und Bewertungen heutiger pädagogischer Arbeit die Einbeziehung des Qualifikationsmerkmals pädagogisch fördernder Kommunikationsfähigkeit im Sinne der neuen Anspruchsgruppennorm Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und Gemeinschaftsfähigkeit zukünftig erfordern wird.
Hartmut Kay Hirsch

Hartmut Kay Hirsch

Der Autor ist Kommunikationspädagoge sowie -experte auf dem Gebiet der Kommunikation mit Kindern und Jugendlichen in Erziehungs- und Bildungseinrichtungen. Berufsmäßig mit Blick auf die Interessen junger Menschen ist er heute im beratenden und lehrenden Kontext als Kommunikationspädagoge sowie pädagogischer Gutachter im Großraum Stuttgart unterwegs.

Kindesperspektiven gUG (haftungsbeschränkt) Stuttgart

Kindesperspektiven gUG (haftungsbeschränkt) Stuttgart (Hrsg.)

Der Herausgeber versucht die Notwendigkeit eines pädagogischen Kommunikationsstandards als eine notwendige Teildisziplin bisheriger Erziehungswissenschaften sowie in der Aus- und Weiterbildung von pädagogischen Fachkräften wie insbesondere Lehrer, Erzieher und Sozialpädagogen zu thematisieren. Rechtliche Grundlage für die Erfordernis eines pädagogischen Kommunikationsstandards sieht der Herausgeber durch die erheblichen Anpassungen im geänderten Sozialgesetzbuch VIII als gegeben.

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