Martin Luther in Bochum-Werne

Martin Luther in Bochum-Werne

Der 1. Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Bochum-Werne

Günter Brakelmann , Arno Lohmann (Hrsg.)

Band 13 von 13 in dieser Reihe

Paperback

96 Seiten

ISBN-13: 9783752847598

Verlag: Books on Demand

Erscheinungsdatum: 27.08.2018

Sprache: Deutsch

Farbe: Ja

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Aus dem Vorwort von Gisela Estel, Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Bochum-Werne:

In dieser Schrift von Prof. Günter Brakelmann begegnet uns am Ende des 19. Jahrhunderts ein Pfarrer, der sich in seinem Dienst mit ganz unterschiedlichen Frömmigkeitsstilen auseinandersetzen muss - und damit auch ganz unterschiedlichen Erwartungen an sein Pfarramt. Dem einen ist dieser Martin Luther viel zu weltlich, ja verhält sich an vielen Stellen sogar amtsunwürdig, den anderen ist er guter Freund und Nachbar, der gern mal mit im Wirtshaus sitzt oder auf die Jagd geht. Zum Pfarramt berufen, aber doch auch Mensch mit all seinen Fehlern und Widersprüchen.

Für den äußeren Aufbau der Gemeinde hat er viel geleistet, den Bau von Kirche und Gemeindehaus vorangetrieben und begleitet. Doch genauso konnte er wegen zu wenig Besuchern den sonn­täglichen Gottesdienst ausfallen lassen oder auch den Konfirmandenunterricht vertagen.

Seine Personalakte ist wohl mit eine der umfangreichsten im Landeskirchenamt. Viele Beschwerdeschreiben sind darin gesammelt, die heftige Diskussionen in der Gemeinde ausgelöst haben. Besonders tragisch ist dann auch noch das Ende dieses Martin Luthers: Er wird erschossen aufgefunden. War es Selbstmord oder sogar Mord?

Bis heute bleibt vieles ungeklärt und ein wenig mysteriös. Viel Stoff jedenfalls für eine biografische, kirchenhistorische Schrift, aber auch für einen nicht bis ins letzte gelösten Kriminalfall.
Günter Brakelmann

Günter Brakelmann

Günter Brakelmann wurde am 3. September 1931 in Bochum geboren. Er studierte evangelische Theologie, Sozial- und Ge­schichts­wis­senschaften an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und der Westfälischen Wil­helms-Universität in Münster. Nach seiner Promotion 1959 wurde Brakelmann zu­­nächst Berufsschul- und Studentenpfarrer in Siegen. Von 1962 bis 1968 war er Dozent an der Evan­ge­lischen Sozial­akademie in Friedewald. 1967 wurde er Wissen­schaftlicher Mitarbeiter am Institut für Christliche Ge­sellschaftslehre der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, bevor er 1970 zum Direk­tor der Evangelischen Akademie Berlin berufen wur­de. 1972 nahm er einen Ruf auf den Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftsleh­re an der Ruhr-Universität Bochum an, auf dem er bis zu seiner Emeritierung 1996 blieb. Von 1980 bis 1996 war er Direktor des Sozial­wissenschaftlichen Instituts (SWI) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), das bis 2004 in Bochum angesiedelt war.
Darüber hinaus war er tätig in verschiedenen Gremien der Westfälischen Landeskirche und in der Evangelischen Kirche in Deutschland, u.a. in der Kam­mer der EKD für Öffentliche Verantwortung als langjähriger Vorsitzender des überparteilichen Arbeitskreises Sicherung des Friedens. Er war Mitglied im Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp, Salzgitter Stahl und Peiner Träger sowie im Aufsichtsrat des Westdeutschen Rundfunks und des Programmbeirats für das Erste Deutsche Fernsehen; er war berufenes Mitglied der Unab­hängigen Kommission für die künftigen Aufgaben der Bundeswehr im Verteidigungsministeriums. Über die Zeit seiner Emeritierung hinaus liegen seine Forschungsschwerpunkte bei Martin Luther als reformatorischem Theologen und dessen Wirkungs­geschichte in der deutschen National- und Kirchen­geschichte, in der Geschichte des Antisemitismus, der Geschichte des Widerstandes gegen den National­sozialismus und des Verhaltens des deutschen Protestantismus insbesondere der Synode Bochum in der Zeit der beiden Weltkriege.
Im Jahr 2000 wurde Günter Brakelmann mit dem Hans-Ehrenberg-Preis ausgezeichnet. Seit 1957 ist er Mitglied der SPD.

Arno Lohmann

Arno Lohmann (Hrsg.)

Arno Lohmann, Pfarrer, ist seit 2009 Leiter der Evangelischen Stadtakademie Bochum. Lohmann studierte Theologie in Wuppertal, Heidelberg und Bonn. Sein Gemeindevikariat und ein Sondervikariat in der Telefonseelsorge absolvierte er in Bielefeld, dann eine zusätzliche Ausbildung in klinischer Seelsorge. Von 1985 bis 1989 war er als Pfarrer in einer Siegener Gemeinde tätig, übernahm dann die theologische Leitung der evangelischen Tagungsstätte Haus Nordhelle in Meinerzhagen.

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