Buchhändler sehen vor allem bei Regionalliteratur Potenzial

04.10.2018

Die Öffnung des stationären Buchhandels gegenüber Self-Publishing geht weiter. Mehr als die Hälfte der teilnehmenden Buchhändler führen bereits selbstverlegte Bücher. Die grössten Chancen, ins Sortiment aufgenommen zu werden, hat Regionalliteratur. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Self-Publishing-Plattform BoD in Zusammenarbeit mit dem Fachmagazin buchreport. Wichtigste Voraussetzungen für mehr Präsenz von Self-Publishing-Titeln in Buchhandlungen sind aus Sicht der Befragten eine Barsortimentsanbindung und die Qualität der Titel.

Die Öffnung des stationären Buchhandels gegenüber Self-Publishing geht weiter. Mehr als die Hälfte der teilnehmenden Buchhändler führen bereits selbstverlegte Bücher. Die grössten Chancen, ins Sortiment aufgenommen zu werden, hat Regionalliteratur. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Self-Publishing-Plattform BoD in Zusammenarbeit mit dem Fachmagazin buchreport. Wichtigste Voraussetzungen für mehr Präsenz von Self-Publishing-Titeln in Buchhandlungen sind aus Sicht der Befragten eine Barsortimentsanbindung und die Qualität der Titel.

Die Umfrage, an der 306 Buchhändler teilgenommen haben, führen der buchreport und BoD bereits zum dritten Mal nach 2016 durch. Die Entwicklung der letzten zwei Jahre zeigt: Die Präsenz von Self-Publishing-Titeln im stationären Buchhandel steigt stetig an. Gaben vor zwei Jahren 49 Prozent der befragten Buchhändler an, selbstverlegte Bücher im Sortiment zu führen, sind es heute bereits 53 Prozent. 11 Prozent haben zwar aktuell keine Self-Publishing-Titel im Bestand, hatten diese zu einem vorherigen Zeitpunkt aber schon einmal präsentiert.

Das grösste Potenzial für das eigene Sortiment sehen 57 Prozent der teilnehmenden Buchhändler bei Titeln mit regionalem Bezug. Hier zeigen sich auch die Chancen für eine lokale Zusammenarbeit. So veranstaltet schon fast jeder dritte Buchhändler (29 Prozent) Lesungen mit Self-Publishern. 2016 war es mit 24 Prozent erst jeder vierte Sortimenter. 8 Prozent planen zudem noch eine Lesung durchzuführen.

„Regionalität ist der Türöffner für mehr Präsenz von Self-Publishing-Titeln im stationären Buchhandel. Titel und Autoren aus der Region eröffnen Buchhändlern die Chance, ihr Sortiment für Leser noch attraktiver zu gestalten und gegenüber dem Onlinehandel zu schärfen. Gleichzeitig eröffnen sich Möglichkeiten für eine erfolgreiche Zusammenarbeit bei Events und Lesungen“, sagt Dr. Gerd Robertz, Sprecher der Geschäftsführung von BoD – Books on Demand.

Nach der Regionalliteratur bewerten Buchhändler Self-Publishing-Titel aus den Kategorien Genreliteratur (Krimi, Fantasy, Science-Fiction, Liebesromane) mit 24 Prozent, Belletristik mit 20 Prozent, Ratgeber und Erfahrungsberichte mit 17 Prozent sowie Sach- und Fachbücher mit 13 Prozent als interessant für das eigene Sortiment.

Jeder fünfte Umfrageteilnehmer (21 Prozent) informiert sich aktiv über Self-Publishing-Titel – 60 Prozent über persönliche Empfehlungen, 54 Prozent über Medien und 35 Prozent über Blogs und Social Media. Häufig sprechen Autoren Buchhändler auch direkt an, um auf ihre Titel aufmerksam zu machen (75 Prozent).

Als entscheidende Voraussetzung für mehr Präsenz von Self-Publishing-Titeln im stationären Buchhandel geben die befragten Buchhändler auf vertrieblicher Seite die Anbindung der Bücher über das Barsortiment (80 Prozent) sowie Verbesserungen bei den Buchhandelskonditionen (70 Prozent) an – hierzu zählt auch das Remittieren von Exemplaren. Qualitativ sehen Buchhändler noch Potenzial bei der Gestaltung (75 Prozent) und dem Inhalt (65 Prozent) der Bücher.

„Als führende deutsche Self-Publishing Plattform haben wir mit der Barsortimentslistung, attraktiven Konditionen und der Möglichkeit der Remission von BoD-Titeln die vertrieblichen Grundlagen für mehr Präsenz von Self-Publishing-Titeln im stationären Buchhandel bereits gelegt. Nun haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Buchhändler auf spannende Autoren und Titel aus ihrer Region aufmerksam zu machen und starten hierfür in Kürze ein bundesweites Projekt“, erklärt Dr. Robertz.

Weitere Ergebnisse der Umfrage:

  • 22 Prozent der Buchhändler berichten, dass sich Kunden ein- oder mehrmals pro Woche nach Self-Publishing-Titeln erkundigen.
  • 50 Prozent der Sortimenter bestellen auf Kundenwunsch Self-Publishing-Titel, wenn sie über das Barsortiment verfügbar sind. Bei 38 Prozent genügt eine Listung im Verzeichnis lieferbarer Bücher.
  • Jeder zehnte Buchhändler (11 Prozent) bezieht Titel für Leser sogar dann, wenn diese allein über Amazon erhältlich sind. Nur 1 Prozent bestellt auch auf Kundennachfrage keine Self-Publishing-Titel.

Die Umfrage war als Online-Erhebung mit halbstandardisiertem Fragebogen konzipiert.

Über BoD:
BoD – Books on Demand ist europäischer Markt- und Technologieführer im Bereich der digitalen Buchpublikation und das Original im Self-Publishing. Seit 1997 ist BoD die Anlaufstelle für das Publizieren von Büchern und E-Books ab einem Exemplar und der erfahrene Partner für über 40.000 Autoren und mehr als 2.500 Verlage. BoD bietet seinen Kunden die professionelle Komplettlösung für Produktion und Vertrieb von Büchern und E-Books – in bester Qualität und zu 100 Prozent „Made in Germany“. Kunden profitieren dabei vom weltweit grössten Vertriebsnetz, das alle Onlinekanäle und den stationären Buchhandel umfasst. Dabei behalten sie die maximale Freiheit bei der Gestaltung von Inhalt, Layout, Form und Preis. Nach persönlichem Bedarf gibt BoD professionelle Hilfestellung und Beratung. BoD-Kunden treten einfach und schnell in die professionelle Autorenwelt ein und veröffentlichen ihr Buch risikolos und verlagsunabhängig. Weitere Infos unter www.bod.ch.

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